Interview mit Holger Syhre

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Holger Syhre - ehemaliger Chef der Rhein-Main-Hallen Wiesbaden und Initiator des Projekts LöwenmutHolger Syhre – ein GimmeFive Interview mit dem ehemaligen Chef der Rhein-Main-Hallen Wiesbaden hinsichtlich seines neuen Projektes „Löwenmut“ und einer Besinnung als Manager auf das, was offensichtlich wirklich wichtig ist.

Interview-heute: Herr Syhre, als ehemaliger Chef der Rhein-Main-Hallen Wiesbaden stehen Sie nach Ihrer Freistellung vor einer neuen Zukunft. Was liegt gerade an – Bewerbungen?

Holger Syhre: Aufgrund einer recht schnellen Entscheidung hinsichtlich meiner Position bei den Rhein-Main-Hallen bin ich seit Dezember 2012 ausgestiegen und wurde bis Mai 2013 freigestellt. Und einerseits ist man als Manager schnell wieder im Trott des Geschäfts, denkt Schritte weiter an die nächsten Perspektiven in der Karriere, wäre da andererseits nicht die Freundschaft zu Wolfgang Groh von der IFB Wiesbaden gewesen. In seiner liebevoll überzeugenden Art hat er mich nämlich erst einmal in eine ganz andere Richtung entführt hat: Charity & Fundraising.

Interview-heute: Charity? Ist das ein Projekt für Holger Syhre den Messe & Kongress-Profi?

Holger Syhre: Nun ja. Es ist zumindest ein Projekt, das viele Menschen, aber auch Unternehmen konzeptionell sowie thematisch unter einem Dach vereint – analog zu einer Messe. Und da für dieses IFB Projekt ,,Löwenmut” Anforderungen wie Finanzkraft, logistische oder strategische Vorteile bzw. auch multiplikativer Effekte laut wurden, wusste ich, dass ich mein Netzwerk auch mal anders ins Spiel bringen kann. Anders, im Hinblick darauf, meine Überzeugung und Leidenschaft zu 100% in Kinder zu investieren, die alles andere als eine Zukunft haben.

Interview-heute: Löwenmut? Wie sind Sie dazu gekommen?

Holger Syhre: Syhre und Groh traten gemeinsam eine Reise durch Namibia sowie auch Südafrika an. Wolfgang zeigte mir die haltlosen Zustände von schwerstbehinderten Kindern, die mit nur geringer Lebenserwartung ihr Dasein fristen. Menschlich kleine Wesen, die von ihrem Umfeld einfach ausgestoßen – teilweise als Kinder sogar im Müll entsorgt – werden. Löwenmut ist folglich ein von der IFB initiiertes Kinderhospiz in der Nähe von Johannisburg, das mit heute 21 Plätzen ausgestattet, genau diesen Kindern ein erträgliches Dasein auf unserer Erde ermöglicht. So grausam wie die Story hier klingt, desto mehr erkannte ich plötzlich, wie wertvoll mein Leben von heute auf morgen wurde, als ich Wolfgang Groh mein Ja zum offiziellen Fundraising-Repräsentanten für Löwenmut aussprach.

Interview-heute: Was konnten Sie bislang in der kurzen Zeit Ihres Ehrenamtes bewegen?

Holger Syhre: Grundsätzlich bin ich auf der Suche nach Deutschen Spendern. Insbesondere auch, weil es ein Wiesbadener Unternehmen ist, das sich vor Ort engagiert. Meine Aufgabe ist es mit Eventmitteln und Marketing-Knowhow das Projekt im Umfeld möglicher Spender bekannt zu machen, für die laufende Finanzierung zu sorgen. Es kostet Geld. Und jeder Euro ist so wichtig, wenn man ihn im Namen einer Menschlichkeit investiert, die ganz konkret über Löwenmut die Hilfe von Kindern erreicht, denen wir hinsichtlich ihres Abschieds noch einmal mit viel Liebe und Fürsorge zur Seite stehen wollen. Neben aktuell bereits interessierten Unternehmen bzw. für ein Engagement vor Ort, einem im August geplanten Benefiz-Konzert mit Wiesbadener Musikern, die Suche nach diversen Sachspenden, bin ich vor allem auch auf der Suche nach kooperierenden Medizinern. Ob HNO, andere Fachärzte aber auch dringend Zahnärzte, die uns ehrenamtlich im Hospiz helfen wollen. Mein Resultat: Ich bin begeistert, weil ich sehe, dass mir Menschen, die ich bislang eher fachlich kannte, hier auch in Sachen Löwenmut zur Seite stehen und Ihre Unterstützung anbieten. Zwischenfrage: Vielleicht eine ganz neue Zukunft? Antwort: Zunächst einmal steh ich dieser Aufgabe bis Ende Mai vollständig zur Verfügung. Maßgeblich ist, die Qualitäten sämtlicher Willensbekundungen für Löwenmut zum Ergebnis zu führen. Es ist einiges angeschoben, dass muss jetzt zu Ende gebracht werden. Dafür habe ich mir einen Zeitplan gesetzt. Und ich habe mich vor allem sehr darüber gefreut, welchen Zuspruch ich aus dem Netzwerk Holger Syhre heraus für die Kinder in Johannisburg erleben durfte. Das bedeutet: Meine Zukunft steht in der Verpflichtung meine zugesagten Aufgaben hier erfüllen zu dürfen, auch über den vorläufig gesetzten Zeitpunkt hinaus. Denn es ist eine tolle Herausforderung, die mir sehr viel Freude bereitet.

Interview-heute: Und was ist mit dem Messe- & Kongress-Manager Syhre nach Löwenmut?

Holger Syhre: Als ehemaliger technischer Leiter des ICM – Internationales Congress Centrum München –, Manager der Rhein-Main-Hallen in Wiesbaden und mit der Kompetenz für Facility Management, IT, Projektsteuerung, Personalwesen, Marketing, Vertrieb etc. mache ich mir keine Gedanken, dass es ab Juni weitergeht. Als Allrounder in diesem Business erlaube ich mir aktuell einen kleinen Ausstieg. Vielleicht etwas ganz persönliches für mich. In jedem Fall etwas Notwendiges für ein Projekt, das einen Sinn für viele Menschen offenbart und kleinen Menschen hilft. Der Messe- & Kongress-Manager Syhre hat bestimmt eine Perspektive.

Interview-heute: Vielen Dank für das nette Interview!