Interview mit Samuel Diekmann – Gründer von rent-a-pastor.com

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Samuel Diekmann

Interview.heute.de unterhielt sich diesmal mit Samuel Diekmann. Er ist der Erfinder der Internetseite „rent-a-pastor.com“. Was sich dahinter verbirgt verreit der 31-jährige Pastor aus Rödermark unserem Reporter.

Interview-heute: Seit wann gibt es die Seite?

Samuel Diekmann: Seit Januar. Wir sind Anfang des Jahres online gegangen.

Interview-heute: Wie entstand die Idee dazu?

Samuel Diekmann: Die gab es schon länger. Ich mache das schon seit etwa 4 Jahren in einem kleineren Rahmen und werbe dafür auf meiner privaten Homepage. Kollegen haben mich dann angesprochen. Ich wollte dann nicht 20 Pages bauen, sondern eine für alle, so ist in Kurzform die Agentur für alle geboren.

Interview-heute: Und welches Ziel verfolgen Sie damit?

Samuel Diekmann: Wir sind schon ein Dienstleister. Wir wollen Leuten, die keine Kirchenmitglieder sind, die Möglichkeit geben, Pastoren buchen zu können. Für viele unserer Redner ist das auch ein spannender Nebenverdienst. Es soll aber auch ein wenig Werbung für den Glauben sein. Wir wollen damit auch auf die Kirchenaustritte reagieren. Es ist nicht nur ein Beruf, sondern auch Berufung.

Interview-heute: Für welche Anlässe kann man einen Pastor „mieten“?

Samuel Diekmann: Schwerpunkte sind Hochzeiten, Beerdigungen, Redenschreiber und Berater.

Interview-heute: Um welche Glaubensrichtungen geht es dabei?

Samuel Diekmann: Wir sind konfessionell breit aufgestellt, kommen aber aus dem evangelischen Spektrum. Katholische Kollegen dürften gar nicht mitmachen. Das hat kirchenrechtliche Gründe. Zielgruppe sind aber nicht Menschen, die in der evangelischen Kirche sind, sondern vor allem jene ohne kirchlichen Hintergrund.

Interview-heute: Wie würden Sie ihren Kundenkreis beschreiben?

Samuel Diekmann: Der ist ganz bunt, von jung bis alt ist alles dabei. Da ist alles dabei, vom Student bis zum Manager. Es gibt auch Leute, die 70 Jahre alt sind, und ihre Beerdigung planen.

Interview-heute: Was war ihre bislang kurioseste Anfrage?

Samuel Diekmann: Da gibt es einiges. Wir hatten schon eine Hippie-Hochzeit. Ich trug eine Blumenkette und auch die Braut und der Bräutigam waren völlig bunt. Das ganze fand völlig untypisch sogar in einer Kirche statt. Wir hatten aber auch schon eine mittelalterliche Hochzeit, da war ich als Mönch verkleidet. Zuletzt hatten wir die Anfrage für eine Schiffs-Trauung. Das wird sicher sehr spannend.

Interview-heute: Gibt es „rent-a-pastor.com“ nur in Deutschland?

Samuel Diekmann: Nicht nur. Wir sind auch schon in Österreich und in der Schweiz zu finden. Demnächst soll es auch in England und den USA möglich sein.

Interview-heute: Und wie kommt man in Ihre Kartei?

Samuel Diekmann: Man kann sich bewerben in unserem Kontaktbereich. Dann nehmen wir Kontakt mit den Kandidaten auf. Wir haben den Anspruch die Leute kennen zu lernen. Wer schlechte Kritiken bekommt, der fliegt auch raus.